“Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder …” — Volkslied zum
Herbst
Feiert mit uns das Erntefest zur Herbsttagundnachtgleiche. Begehet mit uns den markanten Schwellentag des Äquinoktiums, zu dem das Jahr in die Nachtseite geht. Bereitet Euch auf das kommende Dunkel vor. Verabschiedet den Sommer. Erfreuet Euch am reich gedeckten Erntetisch. Tauchet tief in die Mythologie von Erntedank zur Herbsttagundnachtgleiche ein …
Brauchtum zur Herbsttagundnachtgleiche
Das Brauchtum der Herbsttagundnachtgleiche entspricht im christlichen Mittelalter dem vom Erntedankfest. Aus den letzten Korngaben wird der Erntekranz geflochten. Zu Erntedank gibt viele traditionelle Erntebräuche wie Weinfeste, Zwiebelfeste und Hopfenfeste. Zu Michaelis erfolgt zur Erntefestzeit der Kuhabtrieb von der Alm. Es wird gedankt und gesegnet. Die große Arbeit ist getan. Kirchweihfeste finden statt.
Mythologie der Herbsttagundnachtgleiche
Mythologisch bedeutet die Herbsttagundnachtgleiche, daß wieder die weibliche Nachtseite im Tanz zwischen Gott und Göttin im ewigen Kreis des Jahresrades führt. Am Sonnenuntergang des Äquinoktiums beginnt der Herbst. In der Mythologie wird Idun die Hüterin der heiligen Äpfel der Jugend von den Riesen entführt, was das Ende der Götter einleitet. Odin spielt zum Herbst als Totengott eine zentrale Rolle.
Mythologische Herbstfeste zu Erntedank mit den traditionellen Herbstbräuchen können bei Wunsch von uns auch bei Euch gestaltet werden.
Speisen
Zu Erntedank wird typischerweise ein reicher Festtagstisch mit Früchten aus der Ernte gedeckt. Dazu zählen vor allem Weintrauben, Pfirsiche, Äpfel und Birnen. Als Hauptgerichte gelten unter anderem Wildgerichte mit Pilzen und Knödeln, Ofengemüse wie Rote Bete, Kürbis, Zwiebeln und Fenchel oder Zwiebelkuchen. Warme Äpfel mit Streuselkuchen mit frischen Herbstfrüchten wie Pflaumen bilden den Nachtisch.