
„So treiben wir den Winter aus, durch unsre Stadt zum Thor hinaus …“ — Lied aus dem Mittelalter
Folget uns auf eine geheimnisvolle Reise in die Vollmondnacht des Hochwinters. Kein anderes Fest des Jahreskreises gilt heute als so “ungemütlich” wie der Wintervollmond. Dabei ist es das Fest, an dem man am tiefsten in die Sphären von Mutter Erde hineinspürt, da es ihr Festtag ist. Noch kann das Jahr in seiner Entstehung geprägt werden. Fühlt tief mit uns in dieser besonderen Nacht in Eure Verbindung mit Mutter Natur hinein …
Brauchtum zu Imbolc und Vaselnacht
Das Brauchtum von Imbolc und Vaselnacht entspricht im christlichen Mittelalter Lichtmeß und Fastnacht. Die Bräuche von Imbolc entstammen der keltischen Mythologie und stehen eher in Verbindung mit Lichtmeß. Die Ausprägung von der germanischen Vaselnacht gleichen mehr dem Brauchtum von Fastnacht. In den deutschen Landen kommt es in der Antike zur Überlagerung beider Feste.
Mythologie von Imbolc und Vaselnacht
In der keltischen Mythologie steht Imbolc für die tiefe Verbindung zu der Mutter. Imbolc bedeutet “Im Bauch”. Das Leben ist noch nicht geboren, wird aber schon im Mutterleib geprägt. In der germanischen Mythologie steht Vaselnacht für das erste Wecken der Natur aus dem Winterschlaf und dem Austreiben des Winters. Die Geister werden vertrieben, damit die Lebenden sich auf ihre Aufgaben besinnen.